Auch diese Kunstform dürfte kaum das Wohlgefallen der documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev finden: Wenige Tage vor Eröffnung der Kasseler Weltkunstausstellung ließen am Samstag 110 Tätowierer aus aller Welt im ehemaligen Untersuchungsgefängnis „Elwe“ ihre Nadeln sirren.

 

 

Etliche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ein Tattoo oder Piercing machen zu lassen, wie Veranstalterin Jenny B. Franke berichtete. Im Innenhof des alten Gefängnisses wurde Graffiti mit Tattoo-Kunst zusammengebracht. Auf der Bühne kamen Artisten und Künstler zu Wort, diverse Bands sorgten für einen passenden musikalischen Rahmen.

Höhepunkt der 5. Tattoo- und Piercing Show in Kassel sollte am Abend ein Auftritt von Gunther Gabriel sein, der Songs von Johnny Cash aufführen wollte – in Erinnerung an dessen legendäre Auftritte in US-Knästen. In der kommenden Woche wird die stillgelegte „Elwe“, die auch schon mal Gefangenenrevolten erlebt hat, für die Zeit der documenta als Knasthotel eröffnet. Allein zum Eröffnungswochenende sollen schon 150 Gäste angemeldet sein, die in den kargen Zellen übernachten wollen.

documenta-Chefin Christov-Bakargiev hat sich bislang schwergetan mit parallelen Aktionen zu der von ihr verantworteten Schau, die in der kommenden Woche beginnt. So hatte sie die Installation einer Skulptur des angesehenen Bildhauers Stephan Balkenhol auf einem Kirchturm verhindern wollen. Sie fühle sich von der Figur „bedroht“. Die Skulptur sei „ein Eingriff in die Freiheit der documenta“. „Das Prinzip von Kunst ist die Freiheit“, konterte Balkenhol.

 

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