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Mike  Kobo  ist  wohl  das, was  man  einen  echten Oldschool -TäŠtowierer nennt. Seit fast  30 Jahren arbeitet  er  als  professioneller  HautkŸünstler.

 

Er ist  viel rumgekommen  in der Welt,  lebte  viele Jahre in Hollywood, dann auf Hawaii, in Gent, Amsterdam  und  Kšln.  Seit  drei Monaten  hat Mike nun in Berlin seine Zelte aufgeschlagen. Durch seine Weltreisen hat Mike viel erlebt. Er tätowierte Hollywoodstars genauso, wie betrunkene Seeleute  und Touristen auf Hawaii. Auf uns wirkt Mike ruhig und extrem höšflich. Er hat seine schwarze Beanie tief ins Gesicht gezogen und spricht mit leiser angenehmer Stimme.

 

Ich bin in Los Angeles aufgewachsen. Das war teilweise hart. Schon als kleiner Junge stand füŸr mich fest, dass ich TäŠtowierer werden will. Und schmunzelnd fŸgt er hinzu: Irgendwie hat es mich von Anfang an  immer zu den böšsen Typen hingezogen. Mikes  Vater  war  täŠtowiert,  und  der  Sohn liebte es, auf dessen Schoß zu sitzen und an den Tattoos herumzukratzen und zu Ÿüberprüfen, ob sie nicht vielleicht doch nur aufgeklebt waren. Im zarten Alter von neun beschloss Mike, dass er nun selbst zu Nadel greifen will – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Zuerst tŠtowierte er die eigenen Freunde in der Junior  Highschool.  Einige  Zeit  späŠter  baute sich Mike eine erste Tattoo-Maschine (wie aus vielen KünŠsten bekannt) aus einem kleinen elektrischen Motor und Gitarrensaiten.Einen  Einstieg  in  die  professionelle  Tattoo Szene zu finden war schwierig, denn  die Hautkunst war damals  alles andere als populäŠr. Es gab keine bekannten Magazine oder Fernsehsendungen, die sich mit dem Thema  beschŠftigten.  Es war  ein  echtes Undergroundbusiness, dominiert von Bikern, Seeleuten  und  anderen  Outlaws. Das  alles hatte einen sehr, sehr schlechten Ruf, erinnert sich der KüŸnstler heute. Obwohl  Mike  sich  das  TäŠtowieren  selbst beibrachte  und  nie  ein  Praktikum  in  einem Tattoo  –  Laden  absolviert  hatte,  wollte  er unbedingt  bei  Sunset  Strip  Tattoo,  dem
damals  wohl  besten  Tattoo  –  Studio  in  ganz Los  Angeles,  arbeiten.  Die  hatten  natŸürlich Ÿberhaupt  kein  Interesse  daran,  mich  Greenhorn einzustellen. Aber  ich  ließ einfach    nicht locker  und  stand  mindestens  einmal  die Woche  bei  denen  im  Laden.  Irgendwann  waren sie so genervt, dass sie mir eine Chance gaben.

 

Ich war sehr aufgeregt, denn ich wusste: ein Fehler und nicht nur mein Ruf ist  ruiniert. Auch  der  Laden  wüŸrde  in  einem  schlechten Licht dastehen.

 

 

Doch es hat geklappt…

 

Seine  Hollywoodkundschaft  teilt  Mike  in zwei Kategorien ein: Die netten und harmlosen, die tagsüŸber kamen und die unangenehmen, die nachts im Laden auftauchten. Darunter waren viele  Gangster,  ZuhäŠlter  und  Prostituierte.  Es gehöšrte  zum  Job  eines  TäŠtowierers,  auch mit unangenehmen  Kunden  klarzukommen.   So trug auch ich eine Waffe bei mir erinnert sich Mike. UngefŠährlich war der prestigetrŠchtige Job in Hollywoods bekanntestem Tattoo-Studio auch deshalb nicht,
weil Mike von nicht wenigen Kunden gewarnt wurde, dass er, sollte er das Tattoo nicht genau nach  ihren Vorstellungen  stechen,  sie  ihn umbringen…

 

Man  köšnnte  Mikes  persšnlichen  Lebensgeschichten  noch  stundenlang  zuhšören,  denn immerhin erzŠhlt er auch von seiner Beziehung zu Axel Roses Schwester, wie er in Madonnas Haus  gefeiert hat  und  auch das Mickey Rourke  und  Flavor  Flav  zu  seinen Kunden  gehöšrten. Auch  seine Schaumappe  enthäŠlt  nicht  nur Beispiele  seiner  Arbeit,  sondern  vor  allem unzŠ´ählige  Fotos  aus  der  Zeit  in  Los Angeles. Die  harten Zeiten  in L. A.  hatten  also auch gute Seiten – zumindest manchmal!

 

 

 

Mike Kobo arbeitet exklusiv im

CLASSIC TATTOO – Café in der Dircksenstraße 88

in dem es neben coolen Klamotten und leckerem Kaffee auch einen der besten Tätowierer der Stadt zu bestaunen gibt.

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