Quelle: https://unsplash.com/photos/zeT_i6av9rU

Was einst Anker und Totenköpfe waren, wurde irgendwann von Tribals und chinesischen Schriftzeichen abgelöst, auf die wieder die neueste Tattoo-Mode folgte.

Man kann beobachten, wie über die Jahrzehnte ganz unterschiedliche Motive angesagt waren. Doch ganz unabhängig vom Mainstream legten Viele schon immer besonderen Wert darauf, mit jedem Tattoo ihre eigene Persönlichkeit auszudrücken.

Der Markt hat bereits unvorstellbare Mengen an gestochenen Bildern hervorgebracht. Besonders gefragt sind Motive, für die dein Herz schlägt und die dich als Menschen charakterisieren. Das können bei Fitnessfreaks die Hanteln oder bei leidenschaftlichen Zockern zum Beispiel Lady Luck Tattoos sein. Der Fantasie sind dabei absolut keine Grenzen gesetzt.

Ist für die einen entscheidend, mit dem Tattoo ein deutliches Statement zu setzen, auf das man auch gerne angesprochen werden möchte, wählen andere ganz bewusst eine verdeckte Körperstelle dafür aus, weil es in erster Linie eine besondere Bedeutung für sie selbst hat oder sehr emotionale Erinnerungen weckt.

Und auch was die Machart der Tätowierung angeht, gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen, zum Beispiel ob besonders kunstvoll mit feinsten Linien gearbeitet wird oder der Fokus auf plakativen Farben liegt.

Doch wie entscheidet man sich fürs passende Motiv, bevor es überhaupt an diese Details gehen kann?

Individueller Tattoo-Boom

Jeder siebte Deutsche ist laut Statistik tätowiert, Tendenz steigend. Und obwohl das schon recht beeindruckend ist, liegen wir damit im internationalen Vergleich gerade mal auf Platz 11 hinter vielen europäischen Nachbarn zurück, darunter Italien, Schweden oder Spanien.

Einige klassische Tattoos scheinen dabei nie aus der Mode zu kommen. Schon immer war beliebt, sich die Namen nahestehender Menschen unter der Haut verewigen zu lassen, ein besonders bedeutungsvolles Datum wie die Geburt des eigenen Kindes oder ein prägnantes Lebensmotto. Auch die Porträts von großen Vorbildern wie Frida Kahlo oder Gandhi sieht man immer wieder. Ebenso wie die von lustigen Comic-Helden, wobei hier oft nicht klar ist, ob diese einen tieferen Sinn haben oder vor dem Stechen eine Wette verloren wurde.

Hinzu kommen Abbilder des geliebten Vierbeiners, ebenso wie provokative Schlagwörter oder Sprüche zum Thema Verbundenheit. Auch buddhistische Zeichen, harmonische Naturmotive sowie symbolträchtige Tiere wie der Kolibri sind nach wie vor hoch im Kurs. Aus ganzen (Online-)Katalogen kann man tausende Ideen entnehmen, um sich inspirieren zu lassen.

Die Kundenwünsche werden währenddessen aber immer ausgefeilter. Oftmals will der Tätowierte das für immer mit sich tragen, was ihn am meisten ausmacht. Und das ist tatsächlich oft eine bestimmte Begeisterung oder ein spezielles Hobby. Möglichst einzigartig soll es obendrein sein, daher lassen die meisten Tattoo-Fans ihre Werke auch ganz konkret nach den eigenen Vorstellungen vom Profi designen.

9 kreative Ideen

Schauen wir uns den Bereich Freizeitaktivitäten an, gibt es eine ganze Bandbreite von Themen, die hervorragende Quellen für Tattoo-Motive darstellen. Hier eine Hitliste:

  • Sport: Ob Baseballschläger, Gleitschirm, Laufschuh oder Taucherbrille. Wer leidenschaftlich einen Sport ausübt, definiert sich auch stark darüber. Ausgefallener sind ein Einrad oder Bouldergriff.
  • Spiel: Von der Spielkonsole über eine Schachfigur bis zum Gefängnisfeld bei Monopoly ist alles drin. Und auch Glückspiel-Fans tragen ihr Laster in Form von Automatenwalzen, Pokerkarten, Würfeln und dergleichen zur Schau. Tatsächlich tritt Casino-Leidenschaft nicht selten in Kombination mit der Liebe zu Tattoos auf.
  • Musik: Komplette Instrumente, Klaviertasten, einzelne Töne, Notenschlüssel, die Lieblingsband oder deren erstes Albumcover. Musikbegeisterte sich oft besonders kreativ, was die Auswahl und Umsetzung angeht.
  • Reisen: Flugzeug, Kompass und Weltkarte sind schon in allen Ausführungen unter die Haut gebracht worden. Origineller sind länderspezifische Besonderheiten wie zum Beispiel lustige Verkehrsschilder, typische Snacks, eine ausgefallene Münze und dergleichen.
  • Filme und Bücher: Es muss nicht das Frontmotiv sein, wie wäre es mit Zitaten oder herausragenden Charakteren?
  • Fotografie: Auch Kameras, Filmrollen und Negative lassen sich großartig darstellen. Der richtige Zeichner wird es bestimmt grafisch umsetzen können.
  • Kochen und Essen: Ein Rührbesen oder eine Zitronenpresse? Lustige Ansätze für den Hobbykoch. So wie Glückskeks, Nacho und Sandwich für den Genussmenschen.
  • Do-it-yourself: Stricknadeln und Tattoos passen nicht zusammen? Von wegen! Oder besser die Laubsäge?
  • Outdoor & Camping: Vom VW-Bus bis zum Lagerfeuer-Symbol, vom Bergpanorama bis zur Spirituslaterne. 

Auch die aktuell angesagten Tattoo-Vorlieben und -Techniken unterliegen sich verändernden Trends. Sicher werden wir hier in Zukunft noch viel Geniales zu sehen bekommen.

Sinnvolle Vorüberlegungen

Bevor es unter die Nadel geht, solltest du ausführlich überlegen, welche Leidenschaft du warum ausdrücken möchtest und dich dann mit einem Profi besprechen, der alles umsetzen kann. Stelle dir auch folgende Fragen: Soll das Ganze zeitlos sein oder deine aktuelle Laune widerspiegeln, kann es eventuell später noch verändert oder ausgeweitet werden?

Natürlich will auch die zu tätowierende Stelle gut durchdacht sein und sowohl zu dir als auch zum Motiv passen. Sind bei Männern weiterhin Ober- und Unterarme im Mittelpunkt, wählen Frauen gerne Schulterblätter, Fuß- oder Handgelenke.

Beachte, dass es unter Umständen Probleme im Job bedeuten kann, wenn sich das Tattoo an gut sichtbaren Körperstellen befindet. In manchen Bereichen ist die Akzeptanz hierbei leider noch nicht so groß. Das sollte dich aber nicht abhalten.

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