Narbenbildung:

Nicht der Künstler macht die Narbe, sondern der eigene Körper.
Das größe Problem besteht darin, daß man nicht genau sagen kann wie das Branding wird. Die Narbenentwicklung und die Sichbarkeit hängt vom unbeeinflussbaren Faktor Haut ab. Die Narben entstehen durch körpereingene Keloide. Je dunkler die Haut umso mehr Keloide sind vorhanden. Das heißt, daß bei einem Menschen mit heller Haut die Narbenbildung nicht so stark ist wie bei dunkelhäutigen Menschen. Die meisten Brandnarben erscheinen bei Mitteleuropäern nach den Abheilen als kaum erhabene weiße Zeichen auf der Haut. Doch gibt es individuelle Unterschiede was die Sichtbarkeit eines Brandings anbelangt.
Um die Narben dauerhaft sichtbar bleiben zu lassen, empfiehlt sich die Wunde unter sauberen Bedingungen kontrolliert zu reizen oder ein Nachbrennen nach abgeschlossener Heilung. Je nach Art, Dauer und Intensität ergeben sich dann verschieden gute Ergebnisse. Je länger und intensiver die Reizung ist, desto mehr Narbengewebe wird erzeugt werden.

 

Motivwahl:

Nicht jedes Motiv ist überall machbar oder sieht nicht an jeder Körperstelle gut aus. Motiv sowie Größe sollten immer dem Körperbau und der Körperstelle angepasst werden.
Das richtige Motiv sollte nicht zu kompliziert und nicht zu detailreich sein, da die Brandnarbe 3- 4 mal so dick wird wie die verwendete Metallform. Der Unterschied gegenüber Tattoos und Cuttings ist die unabdingbar klare Linienführung. Geometrische Formen sind am sinnvollsten und besten umzusetzen. Problematisch sind in sich geschlossene Formen wie zum Beispiel Kreise oder Buchstaben, denn die Oberhaut innerhalb dieser Form kann absterben, weil sie nicht mehr mit ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Dies lässt sich dadurch verhindern, daß jeweils schmale Stege freigelassen werden. Ähnlich problematisch sind sehr spitze Winkel (kleiner als 60 Grad), da das Gewebe inder Ecke so belastet wird, daß die Spitze unsauber verheilen kann.

 

Platzierung:

Nicht alle Körperstellen sind für Brandings geeignet. Es muss eine Stelle sein, an der das Eisen möglichst gleichmäßig auf des Gewebe aufgesetzt werden kann. Gebrannt wird nur an Stellen, unter denen Muskel- oder Bindegewebe vorkommt. Ideal für Brandings sind: Oberarme, Schulterblatt, Po, Brust, Oberschenkel, Wade, Bauch. Hier ein Branding zu setzen, vermindert deutlich das Risiko. Die Male werden meist klar und gleichmäßig. Stellen an denen wichtige Gefäße, Sehnen oder Gelenke direkt unter der Hautoberfläche liegen, sowie natürliche Beugestellen des Körpers sind für Brandings nicht geeignet.

 

Heilung:

Der Heilungsprozess bei Brandings ist meist sehr langwierig und kann bis zur vollständigen Abheilung schon 6 bis 8 Monate dauern. Dabei durchlaüft das Branding verschiedene Phasen. Zuerst wächst eine Kruste über die Wunde, um sie vor drohenen Infektionen zu schützen. Diese fällt dann in 3 bis 8 Wochen ab, und danach entstehen rötliche Narben, die im Laufe der Zeit immer heller werden.
Jedes frische Branding muss mit großer Sorgfalt behandelt werden, da dem Körper eine ziemlich große Verletzung zugefügt wurde und man die Wundheilung absichtlich verzögern muss um möglichst schöne und deutliche Narben zu erhalten.

 

Kosten und Ablauf eines Brandings:

Zuerst wird mit dem Kunden ein Erstberatungstermin vereinbart. Hier kann das Motiv besprochen werden, Fragen können beantwortet werden, außerdem ist es sinnvoll einander vorher kennenzulernen, damit eine gute Basis für das spätere Branding gelegt ist. Kommt es zu einem Branding, so ist eine Anzahlung von 50 € zu leisten.
Das eigentliche Branding kostet zwischen 100 und 300 € (inkl. Anzahlung). Generell gilt, daß der Preis vom Arbeitsaufwand, Technik, Motiv und Größe abhängig ist.
Die beim Strike-Branding benutzten Eisenplättchen werden dem Kunden mitgegeben, und sollten gut aufgehoben werden, damit man diese eventuell für ein späteres Nachbrennen nutzen kann. Das Nachbrennen kostet 50% des Erstbranding-Preises

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